An unserem Stammtisch, am Freitag abend, haben wir uns dazu entschlossen,
dass wir das vorhergesagte schöne Septemberwochenende für einen Kurztrip
in die Lechtaler Alpen nutzen wollen.
Am Samstag früh fuhren Bernd und Rüdiger, unsere zwei Tourguides und eisenharten
Outdoor-Nächtiger, bereits vor und erkundigten die Lage.
Samstag Nachmittag machten sich dann Michael, Robert und Wolfgang auf die Reise.
Sonntag Vormittag fuhren Josef und Peter auf zwar schnellstem, aber ungeliebtem Weg,
auf der vielbefahrenen A7, nach.
In eigener Sache:
Wenn das Stichwort Autobahn fällt, kann man nur immer wieder folgendes hinterfragen:
Wann lernt Ihr Autofahrer, daß euch kein Zacken aus der Krone fallen würde,
wenn Ihr von eurer "gepachteten" linken Spur, mal kurz nach rechts wechseln würdet,
um das erheblich schnellere Motorrad kurz vorbeifahren zu lassen?
Wie haben wir das denn alle mal in der Fahrschule gelernt:
Wenn wir im Spiegel ein sich mit hoher Geschwindigkeit näherndes Fahrzeug bemerken,
beharren wir nicht auf der linke Fahrspur,- nein wir machen, sofern es die Verkehrslage erlaubt,
entsprechend Platz für das offensichtlich schnellere Fahrzeug.
Das Betätigen des Blinkers nach rechts; Schulterblick; bei freier Fahrt nach rechts ziehen;
5 Sekunden auf der rechten Spur (ja,- die gibt's wirklich!) fahren,
denn sorry,- so lange dauert es bis wir vorbei sind; wieder links blinken;
Schulterblick; bei freier Fahrt ggfl. wieder auf die linke Spur zurückfahren!
Der freundliche Motorradfahrer bedankt sich dann in der Regel auch gerne mit einem Handzeichen.
Es gibt halt nun mal Verkehrsteilnehmer, die etwas schneller von A nach B wollen und dies,
wenn kein Tempolimit besteht, auch schneller als mit der Richtgeschwindigkeit von 130 km/h.
Es kann jeden noch so besonnenen Motorradfahrer zum "Rechtsüberhohlen" verleiten,
wenn er Kilometerlang hinter einem solchen Blockierer fahren muss.
Wenn das dann passiert wird die gegenseitige Meinung voneinander mit Sicherheit nicht wirklich besser.
O.k., wieder zurück zur eigentlichen Tour:
Bernd und Rüdiger hatten sich, nach ausgiebigem Alpenritt, am Samstag abend
auch bei der Unterkunft von Michael, Robert und Wolfgang, in Oberdorf,
zwischen Kempten und Immenstadt, eingefunden.
Da es nicht Jedermanns Sache ist, einen Abend in der Disco zu verbringen,
hatten sich die Beiden dann auch nach einem kurzen Umtrunk wieder vom Acker gemacht.
Das wäre für die 3 anderen auch besser gewesen, denn um 5 Uhr früh mit dem Taxi nach Hause,
ist doch etwas heftig, wenn man am gleichen Tag noch eine ansehliche Strecke
mit'm Mopped zurücklegen will, gell Robert!
Auf jeden Fall waren wir (Josef und Peter) um ca. 11:00 Uhr in Oberdorf
und konnten den drei dann noch bis nach 12:00 Uhr beim Frühstücken zusehen ;-)
Einen Kaffee haben wir natürlich auch noch bekommen!
Als dann klar war (Handy machts möglich), dass Bernd und Rüdiger noch in Stuben (Arlbergpass) waren,
haben wir entschlossen uns alle in Stanzach, zum Eingang ins Namloser Tal zu treffen.
Also rauf auf's Mopped, und über Hindelang und Tannheimer Tal ins Lechtal nach Stanzach.
Als wir dann in Stanzach am Treffpunkt angekommen waren, meinte Robert:
"Sakradi,- wora des Kehra,- sowas bin i no nia gfahra!"
Ja so oft war unser Greenhorn ja noch nicht dabei und wehe wenn er offen fahren darf,-
zieht euch warm an, der fährt euch um die Ohren!
Als wir dann unsere Getränke bestellt hatten, trafen Bernd und Rüdiger auch schon ein.
Sie hatten am Herweg noch schnell das Hahntennjoch mitgenommen.
Nach gemeinsamen Mittagessen gings dann über unseren ehemaligen "Geheimtip" Namloser Tal
wieder Richtung Heimat. Das diese Strecke sehr schön und auch zügig zu fahren ist,
hatte sich scheinbar mittlerweile herumgesprochen, oder lags einfach an den Moppeds mit
Saisonkennzeichen, die das vermeintlich letzte schöne Septemberwochenende nutzen wollten.
Auf jeden Fall war hier, sowie auch schon das ganze Wochenende mächtig was los.
Wir hatten dann auch noch kurz Zeit für eine kleine Fotosession.
Bis auf einen kleinen Ausrutscher, mit leichten Kratzern im Material, haben wir dann dank Ratzes
Navigationsgestützter Führung, die Heimfahrt per Landstrasse angetreten
und Abends um ca. 18:30 Uhr unseren Motorradkeller erreicht.
Alles in allem war es ein spontaner und sehr schöner Ausflug, mit teils noch nie gefahrenen Strecken.
Hier das Beweismaterial der Tour in Bildern

Scout und Tourbericht: Bernd Ratka und Peter Quecke